Seit nunmehr 18 Jahren bin ich Entwicklungshelferin im MWP, meine Hilfe ist sowohl finanziell als auch ideell. In 10 Jahren war ich fünf Mal in Mityana. Bei meinen Besuchen konnte ich feststellen, dass das Projekt inzwischen eine festgewachsene Gemeinschaft ist.

Bei der Gründung vor 20 Jahren haben sich 16 Frauen zusammen gefunden, um ihre Situation zu ändern und ihr Leben selbst in die Hand genommen. Heute sind es mehr als 600 Frauen in 16 Gruppen, die das Projekt um ein Vielfaches vergrößert haben, und das erfolgreich. Die Leiterin des Projektes ist Margaret Kawooya. Der zentrale Gedanke aller Aktivitäten ist, den Menschen dabei zu helfen, ein besseres Leben im Sinne von mehr Eigenverantwortlichkeit und Unabhängigkeit zu führen.

Ich habe mich darauf spezialisiert, Wassertanks, die das Regenwasser auffangen, zu finanzieren. Nach Antragstellung und Überprüfung durch eine Kommission erhalten die Frauen einen Wassertank. Inzwischen konnten 300 davon übergeben werden. Das macht es möglich, dass die Frauen nicht drei Mal am Tag an einer mehrere Kilometer entfernten Wasserstelle in einem Tank auf dem Kopf Wasser holen müssen, vergeudete Frauenpower! Nun haben sie Wasser nicht nur für den Haushalt, für die Kinder, das Vieh, auch abgekocht als Trinkwasser, sondern können eine kleine Tierhaltung, Landwirtschaft und ähnliches aufbauen. Die Überschüsse werden vermarktet. Von dem erwirtschafteten Geld können dann die Kinder zur Schule gehen. In Uganda gibt es noch keine Schulpflicht. Es leben 50 Mio. Einwohner im Land, die Hälfte davon unter 18 Jahren.

Bei meinem Besuch konnte ich an vielen Stellen erfahren, dass es immer mehr "aufwärts" geht, Step by Step.

Ein riesiges Problem sind natürlich die Aidswaisen, eine Reihe von ihnen wird auch durch das MWP unterstützt und begleitet, meistens werden sie in Pflegefamilien untergebracht. Hier sind die Frauen aus dem Projekt auch an der Seite der Pflegeeltern, um ihnen mit Rat und Tat zu helfen.

Die Arbeit im Projekt geht weiter, die Zahl der Probleme, die einer Lösung bedürfen, ist noch sehr groß.

Haben Sie noch Fragen, rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir:
Kati Holtmann
Malritzstr. 24
44269 Dortmund
Tel. & Fax: 0231 / 48 34 62
E-Mail: kati.holtmann@mityana-womens-project.de

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